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Ein Punkt nach starker Leistung

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26.12.2017 | Ingolstadt, Eishockey

Thomas Greilinger im Zweikampf vor dem Tor

Thomas Greilinger im Zweikampf vor dem Tor

Der ERC Ingolstadt kehrt mit einem Punkt von Meister EHC Red Bull München nach Hause. Vor 4710 Zuschauern im Olympia-Eisstadion ging die spannende, qualitativ starke und bisweilen auch kuriose Partie bis in Penaltyschießen. Dort traf Dominik Kahun für die Münchner zum Sieg.

Ausgangslage
Der ERC, Tabellenelfter, kam mit dem Schwung des 5:1-Sieges in Bremerhaven in die Partie. Doug Shedden, der neue Cheftrainer, verfolgte nach langem Flug die Partie noch von der Tribüne, hinter der ERC-Bank. Gegner München gewann in den vergangenen beiden Saisons die Meisterschaft und war auch vor diesem Spiel Tabellenführer.

Erstes Drittel
Was für ein tolles Auftaktdrittel in diesem oberbayerischen Derby! Geschwindigkeit, Intensität und Spiellust war beiden Teams zu attestieren. Der ERC erwies sich im ersten Durchgang als die cleverere Mannschaft. München vergab zweimal Großchancen, nämlich durch Patrick Hager (8.) und Frank Mauer (13.). Die Panther hatten da die richtige Antwort – sie selbst trafen jeweils in der Folgeminute! Mike Collins nutzte eine Verwirrung der Münchner Verteidigung aus (9.). Brett Olson stand in der 14. Minute goldrichtig und erhöhte auf 2:0.
Die Führung war nicht unverdient, denn der ERC presste und erspielte sich phasenweise seinerseits gute Gelegenheiten. Vor der Pause aber kam München dann doch noch ran: In Rugby-Manier warfen sich die Münchner auf die freie Scheibe vor dem ERC-Tor und erzielten, bei angezeigter Penalty-Entscheidung, durch Derek Joslin das 1:2 (20.).

Zweites Drittel
Meister München kam im zweiten Abschnitt. Auch wegen zweier Powerplays kamen die Gastgeber zu Druckphasen und auch zum Ausgleich. Die ERC-Unterzahlformation überstand zuerst rund 100 Sekunden. Im zweiten Anlauf knallte Mads Christensen die Scheibe ans Gestänge und flog auf der Torlinie entlang, doch dann glich Patrick Hager doch noch im Powerplay aus (28.). Die Panther fanden dank energischem Einsatz und einem kuriosen Wechsel zurück zur Führung. Darin Olver kam spät von der Bank und so zu einem Alleingang. Er überwand David Leggio im Münchner Tor vor der bestens gefüllten, feurigen ERC-Kurve zum 3:2 (35.).

Drittes Drittel
In der 44. Minute kam es zu einer kuriosen Szene: Die Scheibe flog unter dem ERC-Tor ins Netz. Die Schiedsrichter Klein/Piechaczek erkannten dies auf den Videobildern richtig und gaben den Treffer entsprechend nicht. Die Panther wirkten gut organisiert und ließen wenige echte Angriffe der Münchner zu, wie etwa von Konrad Abeltshauser beim Zug von der Grundlinie aufs Tor (44.). Der ERC hatte seinerseits die Vorentscheidung auf dem Schläger. John Laliberte mit starkem Zug (45.) Neun Minuten später wurde dem ERC ein Tor verweigert: Brett Olson traf, doch die Schiedsrichter winkten ab – sie hatten zu allgemeiner Überraschung schon abgepfiffen. Drei Minuten vor Ende hatte Dennis Swinnen bei einem Alleingang die Chance auf die Entscheidung – er kam nicht an Leggio vorbei. München hatte noch eine Gelegenheit und nutzte sie: Jonathan Matsumoto staubte zwei Minuten vor Ende einen Abpraller zum Ausgleich ein – 3:3.

Verlängerung und Penaltyschießen
In der Verlängerung zeichneten sich beide Torhüter mit starken Paraden aus, Pielmeier hielt allein viermal glänzend gegen Michael Wolf. Im Penaltyschießen traf Dominik Kahun für München zum Sieg.

Text: ERC Ingolstadt
Foto: Jürgen Meyer
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