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Verwirrt und aggressiv

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29.11.2017 | Ingolstadt, Polizeireport

INGOLSTADT - Am frühen Dienstagmorgen wurde die Polizei in ein Wohnviertel im Nordwesten von Ingolstadt gerufen, da Anwohner in einem Wohnblock Hilferufe einer Frau vernahmen, die nach der Polizei verlangte. Vor Ort stellte sich die Situation völlig anders dar. Die schreiende Frau, eine 65-Jährige Bewohnerin, wollte die Polizisten nicht in ihre Wohnung lassen und hatte sich in ihrer Wohnung verbarrikadiert. Die Berufsfeuerwehr musste das Türschloss knacken. Um in die Wohnung zu gelangen, mussten sich zwei Polizisten gegen die Türe stemmen, um eine dahinter befindliche Kommode beiseite zu schieben. Als die Türe einen Spalt breit geöffnet war, schüttete die Bewohnerin völlig überraschend warmes Wasser aus einem Wasserkocher über die beiden Beamten. Zudem hielt die völlig aufgelöste Frau einen Hammer und einen Schraubenzieher in den Händen und fuchtelte damit herum, ohne jedoch gezielt in Richtung der Einsatzkräfte zu schlagen.
Den Polizisten gelang es, die Frau mit erheblichem Kraftaufwand zu überwältigen. Anschließend wurde hinter der Wohnungstüre ein mit mehreren langen Nägeln präpariertes Holzbrett entdeckt, das derart platziert war, dass die Spitzen nach oben gerichtet waren.
Die Seniorin wurde aufgrund des psychischen Ausnahmezustandes ins Krankenhaus gebracht. Ein Grund für deren ausgeprägte Angstzustände konnte nicht in Erfahrung gebracht werden. Bei dem Vorfall zog sich ein Polizist eine Beule an der Stirn zu. Sein Kollege verletzte sich am rechten Handgelenk. Die Frau muss sich nun wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte und Körperverletzung verantworten.
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